Ultralangfristiger Erhaltungsmechanismus großer alter Karbonatöllagerstätten in sehr großen Tiefen – am Beispiel des nördlichen Tarimbeckens

ZHU Yanqing ,  

LI Xi ,  

ZHU Yaling ,  

ZHU Guangyou ,  

WANG Ruilin ,  

HUANG Yue ,  

CHEN Siyu ,  

LAN Wanyan ,  

YANG Zhe ,  

摘要

Die traditionelle „Goldgürtel“-Theorie beschränkt die stabile Erhaltung flüssiger Kohlenwasserstoffe auf flache bis mittlere Tiefen und einen begrenzten Temperaturbereich. In den letzten Jahren haben jedoch bedeutende Entdeckungen sehr tiefer alter Karbonatöllagerstätten dieses klassische Verständnis durchbrochen. Ihr „ultralangfristiger“ Erhaltungsmechanismus ist zu einem entscheidenden wissenschaftlichen Problem geworden, das die Erkundung und Bewertung tiefer Lagerstätten einschränkt. Am Beispiel des nördlichen Tarimbeckens wurden systematisch die geologisch-petrochemischen Merkmale der alten Lagerstätten, deren Entstehungszeiträume und Umwandlungsmechanismen analysiert und die inneren Gesetze ihres ultralangen Erhaltens enthüllt. Die wichtigsten Erkenntnisse lauten: ① Die überlegene Anordnung statischer Faktoren bildet die materielle Grundlage für die Erhaltung. Die hochwertige Quellgesteinsgruppe Yultus des unteren Kambriums liefert eine kontinuierliche Ölquelle; die Kopplung mehrphasiger Karstbildung und Störungsaktivitäten formte großflächige klüftige Höhlen-Kollektoren; die mächtigen Tonschichten des Oberordoviziums bilden ein mehrstufiges regionales Abdichtungssystem mit hohem Durchbruchdruck. Diese drei Faktoren sind zeitlich und räumlich gut aufeinander abgestimmt und schaffen die Voraussetzungen für die Bildung großer Lagerstätten. ② Der „kalte Becken“-Hintergrund und die „spätzeitige schnelle Begrabung“ bilden den dynamischen Schlüssel zum Erhalt. Das Becken weist langanhaltend einen niedrigen geothermischen Temperaturgradienten auf und zeigt eine Vergrabungsgeschichte mit einer frühen kontinuierlichen flachen Vergrabung und einer spätzeitigen schnellen tiefen Vergrabung. Obwohl die Endvergrabungstiefe der Lagerstätten nach der Hauptbildungsphase (ca. 250 Ma) über 7000 m liegt, war die Verweildauer in hoher Temperatur (> 160 ℃) äußerst kurz (< 5 Ma), was zu einer deutlichen Unterkompensation des Zeit-Temperatur-Effekts führte und die thermische Ölspaltung grundlegend hemmte; gleichzeitig senkte die Kopplung an Hoch- oder Überdruckumgebungen das Risiko der Ölspaltung weiter. ③ Schwache sekundäre Umwandlungen nach der Lagerstättenbildung sind der entscheidende Garant für die Erhaltung des flüssigen Kohlenwasserstoffphasen- und geochemischen Stands. Spätere Wirkungen wie thermische Sulfatreduktion (TSR), biologische Zersetzung und Gaswaschungen waren schwach, die geochemischen Eigenschaften des Rohöls bleiben stabil und zeigen typische Merkmale eines „frühen Lagerstättenbildens und späten tiefen Erhalts“. Zusammenfassend wurde in dieser Studie ein Modell zur ultralangen Erhaltung sehr tiefer alter Lagerstätten entwickelt, das den Kernmechanismus der Zeit-Temperatur-Druck-Kopplung zur Unterdrückung der Ölspaltung aufzeigt. Diese Ergebnisse überwinden die Grenzen der traditionellen „Goldgürtel“-Theorie und bieten eine neue theoretische Anleitung zur Bewertung des Erkundungspotenzials flüssiger Kohlenwasserstoffe in uralten Kratonbecken in großen Tiefen und zur Auswahl günstiger Zonen.

关键词

Zeit-Temperatur-Kompensationseffekt; ultralange Zeitspanne; Erhaltungsmechanismus für Lagerstätten; alte Karbonatöllagerstätten; sehr große Tiefe; Tarimbecken

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